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Prävention: nicht nur das "lange" Leben ist entscheidend, sondern vor allen Dingen die "Qualität" eines langen Lebens. Dies kann nur durch frühzeitige Einleitung und Überprüfung von "Schutzmaßnahmen" erreicht werden.
Das heißt für mich:
Prävention vor Schlaganfall
- Herzinfarkt
- oder Demenz
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Prävention / Schlaganfall
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Bei Schlaganfall denkt man in erster Linie an eine der häufigsten Todesursachen. Dabei ist er in den meisten Fällen mit Abstand die wichtigste Ursache für Behinderung und Pflegebedürftigkei. Die Konsequenzen für die Lebensbedingungen der Betroffenen und der ihnen nahe stehenden Menschen sind dramatisch. Aus diesem Grunde haben sich inzwischen wissenschaftliche Institutionen und Arbeitsgruppen und industrielle Partner aller europäischer Länder zusammengeschlossen, um zu untersuchen, auf welche Weise körperliches Training, Ernährung, Fettstoffwechsel und zelluläre Alterungsprozesse die Gehirndurchblutung und den Schlaganfall beeinflussen. Das Ergebnis soll die Vorraussetzung für einen besseren Einsatz vorbeugender Maßnahmen zur Verhinderung von Schlaganfällen schaffen.
Der Schlaganfall ist keine reine Alterserkrankung, wie man vielleicht vermuten könnte. Mit dem Alter steigt zwar die Möglichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, jedoch kann jede Altersgruppe betroffen sein. Nach Neusten Schätzungen liegt die Quote der Schlaganfall-Patienten, die jünger sind als 45 Jahre, bei ca. 15 %.
Da die meisten Risikofaktoren ausser Alter und Vererbung beeinflussbar sind, ist Prävention hier besonders wichtig.
Risikofaktoren / Schlaganfall
An erster Stelle für die meisten Schlaganfälle steht die Arteriosklerose.
Für deren Entstehung spielt unsere Lebensführung eine grosse Rolle.
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Bluthochdruck (Hypertonie)
Schäden an Gefäßwänden und damit die Entstehung von Arteriosklerose
werden in deutlichem Maße von Bluthochdruck verursacht.
Je höher der Blutdruck ist, desto höher ist auch das Schlaganfallrisiko.
Eine frühzeitige Behandlung von Bluthochdruck kann das Schlaganfall-
risiko erheblich senken.
Herzrhythmusstörung, das Vorhofflimmern ist gekennzeichnet durch
einen unregelmäßigen Herzschlag.
In vielen Fällen wird es nicht direkt gespürt und bleibt häufig unerkannt,
was sehr gefährlich ist.
Durch rechtzeitige Diagnose und eine gezielte
Medikamentengabe kann das
Schlaganfallrisiko um ca. 70% gesenkt
werden.
Bei Diabetiker ist das Schlaganfallrisiko rund dreifach höher,als bei
anderen Patienten. Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel werden die
Gefäßwände angegriffen. Hierdurch wird die Entstehung von
Arteriosklerose beschleunigt.
Es ist daher besonders wichtig, Diabetes zu erkennen und zu behandeln.
Regelmäßige Bewegung und Sport halten die Gefäße elastisch und
versorgen sie gut mit Sauerstoff.
Cholesterinwerte und Blutdruck sinken auf ein normales Maß.
Schon ein
einfaches Training, etwa dreimal die Woche eine halbe
Stunde ist hier hilfreich.
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Fettstoffwechselstörungen
Ein zu hoher Cholesterinspiegel verdoppelt das Schlaganfallrisiko, da die
an den Arterienwänden abgelagerten Blutfette eine Arteriosklerose fördern.
Hier spielt eine fettreiche Ernährung (tierische Fette) eine entscheidende
Rolle.
Durch eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung kann der
Cholesterinspiegel entscheidend beeinflusst werden.
Durch falsche Ernährung kommt es zu Bluthochdruck oder Diabetes,
die deutliche Schlaganfall-Risikofaktoren darstellen.
Eine Ernährungsumstellung, aktive Bewegung und eine dadurch erreichte
Gewichtsabnahme kann das Risiko einer Erkrankung erheblich
reduzieren.
Gesundheitsschädliche Stoffe, die Durch das Rauchen werden
gesundheitsschädliche Stoffe ins Blut aufgenomme Diese schädigen die
Gefäßwände. Durch das Nikotin verengen sich die Gefäße und es kommt
zu Bluthochdruck.
Alle diese Faktoren, sowie ebenso der sich durch das
Rauchen
verschlechternde Sauerstoffmangel im Blut, der darüber hinaus
auch
zu einer schlechteren Hirndurchblutung führt, vergrößert das Risiko eines
Schlafanfalls enorm.
Bei übermäßigem oder permanenten Alkoholgenuss [dieser liegt bei
Männern ab einer Alkoholmenge von 40 g Alkohol/Tag (das entspricht
einer halben
Flasche Wein, einem Liter Bier oder 5 Schnäpsen) und bei
Frauen etwa 20 g Alkohol/Tag, steigt das Schlaganfallrisiko erheblich.
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Prävention / Herzinfarkt
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Jährlich sterben in Deutschland ca. 80.000 Männer und Frauen an einem
Herzinfarkt. In den meisten Fällen wird dieses durch eine
Arteriosklerose der Herzkranzgefäße [ koronare Herzkrankheit ]
ausgelöst.
Leider ist es so, dass diese häufig unerkannt bleibt. Viele der Herzinfarkt-Patienten haben vorher kaum Beschwerden gehabt.
Die Folgen sind fatal: Fast jeder dritte Patient mit einer unerkannten koronaren Herzkrankheit stirbt am Herzinfarkt.
Die primäre Prävention ist daher von größter Bedeutung.
Eine gesunde Lebensweise ist hier das Wichtigste.
Die primäre Prävention soll einen Herzinfarkt von vornherein verhindern.
Bei einer sekundäre Prävention spricht geht es darum, Vorkehrungen zu
treffen, die nach einem Herzinfarkt chronisch Herzkranke vor weiteren
Belastungen schützen. Gerade bei der sekundären Prävention ist ein
gesunder Lebensstil enorm wichtig- auch wenn diese von einer
medikamentösen Therapie begleitet wird.
Risikofaktoren, die koronare Herzkrankheit begünstigen sind:
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Rauchen
- Diabetes
- Durchblutungsstörungen der Beine
- Adipositas (krankhaftes Übergewicht)
- erhöhtes Gesamtcholesterin
- erhöhter Blutdruck
- Schlaganfall
- Aortenaneurysma (Gefäßwanderweiterung der Hauptschlagadern)
- familiäre Belastung
Schon dann, wenn nur ein Faktor erhöht ist, steigt das Risiko eines
Herzinfarktes um das Zwei- bis Dreifache und kann bei besonders
ungünstigen Konstellationen auch auf das Acht- bis Zehnfache ansteigen.
Bei ein oder zwei Risikofaktoren geht man von einem mittleren Herz-Kreislauf-Risiko aus.
Da Herzinfarkt-Risiko auch unerkannt sein kann, ist ein Check beim Arzt zu empfehlen. Denn
hier kann festgestellt werden, ob evtl. noch weitere Risikofaktoren vorliegen.
Von einem hohen Herz-Kreislauf-Risiko geht man aus, wenn mindestens drei der obigen Risiko-
Faktoren bestehen.
Hier ist es wichtig, das diese Patienten alle Risikofaktoren, auf die
sie Einfluss haben - wie Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel -,
auszuschalten.
Es ist durchaus möglich, dass hier auch eine medikamentöse Therapie notwendig ist. Das wird der
verantwortungsbewusste Arzt nach einer eingehenden Untersuchung entscheiden.
Nur wenn der Patient keinen Risikofaktor aufweist, hat er ein niedriges Herzerkrankungs-Risiko.
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Prävention / Demenz
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Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns. Die wichtigsten Merkmale der Krankheit sind Desorientierung und Gedächtnisverlust.
Es gibt inzwischen mehr als eine Million Demenzkranke in Deutschland.
Vor allem pflegende Angehörige leiden unter den Folgen der Krankheit Ihres Familienmitgliedes.
Die Tendenz ist leider steigend. die meisten davon betroffenen Menschen leben in Privathaushalten und werden dort von ihren Verwandten versorgt.
Die überwiegend erforderliche Rundum-Betreuung ist eine enorme Anstrengung und fordert sehr viel Geduld, Verständnis und Aufopferung von den
Familienmitgliedern.
Es ist daher besonders wichtig, diese Pflegepersonen umfassend über den Verlauf, spezielle Hilfsangebote und Möglichkeiten, wie sich der Verlauf verlangsamen
lässt, zu informieren.
Das Wichtigste dabei aber ist, möglichst im Vorfeld zu erkennen, um welche Form der Demenz es sich handelt, um rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen um die Krankheit so weit wie möglich hinauszuzögern und sowohl für den Kranken, als auch den Angehörigen ein größtmögliches Maß an Lebensqualität zu erhalten.
Frühsymptome,
die auf die Entwicklung einer Demenz hinweisen können, sind z.B.
Vergesslichkeit, Schwierigkeiten, Neues zu behalten oder zu lernen,
Abnahme der Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit ,
sowie Sprachprobleme (z.B. das Entfallen von Worten).
Geistige Aktivität, unterstützt durch stetes Lernen, sowie soziale
Kontakte besitzen eine wichtige Schutzfunktion. Hiermit sollte man nicht erst im Alter beginnen.
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